Gefährdet die Flüchtlingskrise die Demokratie?

Seit Jahren wird Europa von Flüchtlingen, hauptsächlich aus Ländern des Nahen Ostens und Teilen Afrikas, überflutet. Im Jahr 2016 hat sich die Flüchtlingssituation vor allem durch den zerstörerischen Krieg in Syrien enorm zugespitzt.

Die Küsten Südeuropas sahen über Monate hinweg tausende an Menschen aus kleinen Boten an ihre Strände strömen. Vor allem der europäische Mitgliedstaat Griechenland hatte mit dieser Notsituation schwerst zu kämpfen.

Dieser enorme Zuwachs auf europäischer Landesfläche wird von vielen Experten mit großen Bedenken verfolgt. Mit der Flüchtlingskrise in Europa besteht durchaus die Gefahr, dass sich Europa auf dramatische Art und Weise verändern könnte und mit dieser Veränderung auch Teile der Demokratie beeinflusst werden könnten.

Dabei ist es jedoch wichtig hervorzuheben, dass nicht Europa als Grundsatz sich verändern könnte, sondern die populistische Reaktion der Länder auf die Flüchtlingskrise. So ist es nur verständlich, dass sich viele die Frage stellen, ob unsere Demokratie durch die Flüchtlingskrise gefährdet ist.

Kritiker, die sich Sorgen machen, dass die Demokratie in Europa und im weiteren Sinne weltweit, durch die Flüchtlingssituation bedroht ist, sehen als Gefahren vor allem folgende Problemstellungen.

  1. Wiederkehr von nationalistischen Bewegungen

Aufgrund der zunehmenden Problematik der Flüchtlingslage und die Unruhen die daraus folgen, besteht durchaus die Gefahr, dass man sich sorgen um die Wiederkehr von extremen Gruppen und Parteien macht.

  1. Terrorismusgefahr innerhalb Europas

Die letzten zwei Jahren waren ein klares Zeichen, dass mit den legitimen Flüchtlingen und als solche getarnt, auch religiöse Extremisten und Terroristen es nach Europa schaffen. Die Gefahr des Terrorismus auf eigenen Boden ist, den Experten gemäß, der größte Angriff auf die Demokratie.

  1. Wirtschaftliche Folgen

Wie jede Extremsituation birgt auch die Flüchtlingskrise wirtschaftliche Folgen für die betroffenen Länder. Nimmt man Griechenland als ersten Kontaktpunkt im Flüchtlingsstrom, wird deutlich, dass die Fürsorge für Millionen von Menschen, die nicht Bürger des eigenen Landes sind, eine extreme wirtschaftliche Problematik darstellen kann.

  1. Politische Unruhen

Die Flüchtlingskrise ist mit sehr großen politischen Unruhen verbunden und kann durchaus, innerhalb eines Landes oder zwischen den verschiedenen Mitgliedstaaten zu Unruhen führen. Hier besteht auch potenzielle Gefahr für die demokratischen Werte Europas.

Fazit:

Europa sollte in der Theorie gesehen als Geflecht stark genug sein, auch eine solch enorme Flüchtlingskrise wie die heutige, mit demokratischen Werten entgegenzutreten und zu behandeln. Die wahre Gefahr für die Demokratie in Europa kommt dabei nicht von außen und von den Flüchtlingen selbst, sondern stellt einer innereuropäisches, politisches Problem dar. Nur sofern sich die Mitgliedstaaten auf ihre demokratischen Werte konzentrieren und extremen Gruppen, ob nationalistisch oder terroristisch, als Einheit entgegentreten, wird man sicherstellen können, dass die Demokratie nicht gefährdet wird.