Multikulturalismus und Demokratie: Ist es gut oder schlecht?

Das Thema Multikulturalismus gehört in den letztenJahren zu den meist benutzten Begriffen im politischen Kontext. Ob es für die Demokratien der Staaten eine gute oder schlechte Entwicklung ist, wird oft kritisch behandelt. Mit dem negativen Phänomen des Terrorismus befindet sich die globale Gesellschaft in einer intensiven Zeit des Umbruchs. Dabei sind vor allem Europa und Nordamerika schon seit Jahrhunderten, durch ein mulikulturelles Gesellschaftsbild geprägt.

Multikulturalismus und Demokratie bilden als Gesamtes, ein Paar das in der Theorie durchaus funktionieren sollte. Hält man sich die demokratische Wertvorstellung vor Auge, sollte eine multikulturelle Demokratie, durchaus angestrebt werden. So stellt sich jedoch die Frage, weshalb die Thematik in den letzten Jahren immer mehr in Kritik geriet und sich politische Gruppen mit Ansichten hinsichtlich Anti- Multikulturalismus zunehmend auf dem politischen Parkett durchsetzen konnten.

Problematik des Multikulturalismus in einer Demokratie

Eine multikulturelle Gesellschafte und ihre demokratische Umsetzung hat oft in Hinsicht der Kommunikation zu kämpfen. So ist es nicht immer leicht fremde Nationalitäten in ein Land zu integrieren, bei der die Sprache nicht die Gleiche ist. Das reine Fehlen an Sprachkenntnisse ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Des Weiteren treffen multikulturelle Demokratien, immer wieder auf Probleme hinsichtlich des Verständnis zu Werten, Religion und Denk,- und Handelsweisen der unterschiedlichen Volksgruppen. Jedes Volk hat trotz der globalisierten Welt, seine eigene Persönlichkeit und Charakter, der nicht immer mit anderen Staaten deckungsgleich ist und Hand in Hand gehen kann.

Ferner wird Multikulturalismus auch aus finanzieller Sicht oft kritisiert. Ein multikultureller Staat muss sich, ob es einem gefällt oder nicht, viel tiefer in die Tasche greifen, um bei Integrationszielen auch erfolgreich sein zu können.

Warum macht Multikulturalismus für eine Demokratie Sinn?

Ob man für oder gegen den Multikulturalismus in einer Demokratie ist, kann oft nur subjektiv beantwortet werden, jedoch sprechen manche Argumente für den gesellschaftlichen Aufbau eines multikulturellen, demokratischen Staats.

Europa ist in seinem Prinzip zum Beispiel schon eine multikulturelle Idee einer Demokratie, da viele verschiedene Kulturen in einem demokratischen Geflecht zusammengefügt wurden. Dies kann eine Vielzahl an Vorteilen bieten.

Länder, deren Gesellschaft aus einem bunten Mix verschiedener Kulturen bestehen, haben die Chance ein viel besseres Verständnis für andere Staaten zu entwickeln. So ist es diesen Demokratien viel einfacher, auch auf Krisensituationen mit anderen Ländern reagieren zu können. Des Weiteren profitieren Demokratien im Bereich der Wirtschaft aufgrund des Multikulturalismus. Erfolgreiche Geschäftsbeziehungen mit anderen Ländern basieren auf dem Respekt und Verständnis zwischen den einzelnen Ländern.

 

Fazit:

Multikulturalismus in der Demokratie hat verständlicherweise sowohl seine Vorteile wie auch Nachteile. Ob man dafür oder dagegen ist, hängt im großen Maße von der eigenen politischen Einstellung und Überzeugung ab.

Im heutigen Kampf gegen den Terrorismus zum Beispiel ist es jedoch ohne Frage von Vorteil ein gesundes Verständnis der Krisengebiete zu haben, da mit diesem Wissen über andere Kulturen und Religionen, auch politische Entscheidungen auf einer viel kalkulierten Art und Weise getroffen werden können. Ob es die globale Gemeinde schafft Multikulturalismus in der Demokratie als einen Grundpfeiler umzusetzen und nicht als Reibungspunkt oder Problem, ist wohl noch abzuwarten.